Unser Projekt "Elterngespräche" hat im Dezember 2020 in der ersten Projektlaufzeit (2019 - 2020) seinen vorübergehenden Abschluss gefunden, bevor es 2022 in der zweiten Förderphase weiterging. Einen Einblick in den Projektverlauf und die behandelten Themen gibt nun die neu erschienene Dokumentation. In dieser sind auch unsere vielen Partnervereine zu finden, die uns bei der erfolgreichen Umsetzung des Projekts unterstützt haben. - Viel Freude beim Lesen!
Projektlaufzeit: 2019 - 2020 und 2021 - 2022
Projektregion: Unterschieldiche Standorte in NRW
Das Projekt bietet Müttern und Vätern die Möglichkeit, neue Einblicke in verschiedene bildungs- und erziehungsbezogene Themen zu erhalten und sich untereinander dazu auszutauschen. Es wird im Rahmen der Förderung von Migrantenselbstorganisationen des Landes NRW (2019-2020) umgesetzt. Viele Eltern lassen spannende Diskussionen aufleben und zeigen damit, dass sich das Format des „Gesprächs“ bewährt. Es bietet Eltern Raum, eigene Perspektiven und Fragen einzubringen und sich als Expert*innen für ihre Kinder in einen Dialog zu begeben – sowohl mit anderen Eltern als auch mit Fachreferent*innen aus der Praxis.
Bei Bildungs- und Erziehungsfragen gibt es unter Eltern häufig viele Fragen und Unsicherheiten. Der Wunsch, sich mit anderen Eltern auszutauschen, ist an dieser Stelle besonders groß. Gerade bei Eltern mit Einwanderungsgeschichte kommen häufig ganz grundlegende Fragen hinzu. Etwa wie das deutsche Bildungssysten funktioniert oder was es beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule zu beachten gibt. Und auch über die eigene Rolle als Mutter oder Vater sowie über die Frage der „richtigen“ Erziehung, wollen Eltern miteinander ins Gespräch kommen. Das Projekt „Elterngespräche“ eröffnet hierfür Möglichkeiten.
Die etwa dreistündigen „Elterngespräche“ geben den Eltern mit Einwanderungsgeschichte die Möglichkeit, zu einem konkreten Thema miteinander in den Austausch zu treten. Zu Beginn eines jeden Elterngesprächs beleuchten bis zu drei Referent*innen das Thema aus unterschiedlichen Gesichtspunkten und geben jeweils einen kurzen, inhaltlichen Impuls. Anschließend kommen die Eltern in Gruppen zusammen. Sie bekommen Leitfragen an die Hand, um das Thema der Veranstaltung gemeinsam in kleinerer Runde zu diskutieren. Im Anschluss ermöglicht ein informeller Teil weitere Gespräche unter den Anwesenden.
Zusatzveranstaltung: Familiengespräche
Mit jeweils einer Zusatzveranstaltung pro Jahr wollen wir bei den „Elterngesprächen“ einen Schritt weitergehen und gezielt auch die Kinder und Jugendlichen mit Einwanderungsgeschichte zu Wort kommen lassen. Aus „Elterngesprächen“ werden „Familiengespräche“. Dabei wählen wir Themen, die insbesondere für Familien als Ganzes interessant sind (z.B. Rassismus in der Schule, Medien, etc.). Im Rahmen der Familiengespräche kommen Menschen als Referent*innen zu Wort, mit denen sich Jugendliche besonders identifizieren, wie z.B. Künstler*innen, Musiker*innen, Poetry Slamer*innen, Hip-Hopper*innen, Influencer*innen usw.
Der Projektzeitraum liegt in der Vergangenheit. Das Projekt fand von 2019 bis 2020 und 2021 bis 2022 statt. Gerne können Sie sich an unseren aktuellen Aktivitäten beteiligen!
Der Projektzeitraum liegt in der Vergangenheit. Das Projekt fand von 2019 bis 2020 und 2021 bis 2022 statt.
Über vergangene Veranstaltungen können Sie sich unter der Rubrik "Neuigkeiten zum Projekt" am Ende dieser Seite informieren.
Wie auch in anderen Projekten arbeiten wir bei „Elterngespräche“ eng mit unseren Mitgliedsvereinen zusammen. Die Vereine treten nicht nur mit Themenvorschlägen an uns heran und erarbeiten mit uns das Programm, sondern agieren gleichzeitig als Gastgeber, indem sie ihre Räumlichkeiten für die Veranstaltungen zur Verfügung stellen.
Im Rahmen der Familiengespräche suchen wir insbesondere nach Kooperationspartnern, die besonders eng mit Jugendlichen arbeiten.
T: 0211 – 6355 32 -60/-61/-64
12.12.2022
Eltern aus Duisburg diskutieren zum Thema "Diskriminierung und Rassismus in der Schule"
Anfang Dezember waren wir zu Gast bei unserem Mitgliedsverein Suryoye Ruhrgebiert e.V. aus Duisburg.
Anfang Dezember waren wir zu Gast bei unserem Mitgliedsverein Suryoye Ruhrgebiert e.V. aus Duisburg. Gemeinsam haben wir ein Elterngespräch zum Thema „Diskriminierung und Rassismus an Schulen - Aufklärung und Ermutigung zum Handeln für Eltern“ umgesetzt. Mit dabei war Frau Dr. Silvia Fiebig, die über Diskriminierungsformen und -risiken aufklärte und insbesondere auf die Auswirkungen von Diskriminierungserfahrungen für Kinder und Jugendliche einging. Anschließend konnten die 20 teilnehmenden Mütter und Väter in den Austausch gehen und mit Blick auf die eigenen Ressourcen über Handlungsmöglichkeiten sprechen.
06.06.2022
Rückblick: "Herkunftssprache als Ressource für eine mehrsprachige Bildung und eine ausgeglichene Identitätsentwicklung"
Elterngespräche zu Gast bei Eltern für Eltern Brücke e.V.
In Familien mit Einwanderungsgeschichte spielt die Herkunftssprache eine große Rolle. Mit ihr verbunden ist eine innige Verbindung zum Herkunftsland und auch zur familiären Herkunftskultur. Aber auch aus kognitiver und psycho-emotionalen Perspektive birgt Mehrsprachigkeit viele Potenziale für die Entwicklung eines Kindes. Einen Einblick über die Vorteile eine mehrsprachigen Erziehung und darüber, wie man diese fördern kann, gaben unsere Expertinnen Rosella Benati und María José Sánchez Oroquieta am 02. Juni im Verein Eltern für Eltern Brücke e.V. in Gelsenkirchen. Unsere teilnehmenden Mütter konnten durch eine interaktive Herangehensweise tief in die eigene biografische Sprachentwicklung schauen und wertvollen Input mitnehmen, um ihre eigenen Kinder bestmöglich bei ihrer mehrsprachigen Bildung und Identitätsentwicklung zu unterstützen.
30.05.2022
Rückblick: "Mit Erfolg zur Berufsausbildung!" - Eine Veranstaltung für Eltern und Jugendliche aus der Ukraine
Am Samstag waren wir mit unserem Projekt "Elterngespräche" zu Gast bei Kin-Top e.V. in Düsseldorf.
Am Samstag waren wir mit unserem Projekt Elterngespräche zu Gast bei Kin-Top e.V. in Düsseldorf. Der Verein engagiert sich derzeit mit Herzblut für Geflüchtete aus der Ukraine. Gemeinsam luden wir nun zu einer Infoveranstaltung für Eltern und Jugendliche aus der Ukraine ein, auf der wir Infos rund um das Thema Berufsausbildung vermittelten - ein Thema, das neben der Schulintegration und der Studienaufnahme die Familien sehr beschäftigt. Zur Seite standen uns zwei Expert*innen vom AWO Berufsbildungszentrum/KAUSA Servicestelle aus Düsseldorf sowie eine Dolmetscherin, die für eine reibungslose Verständigung sorgte.
Gerne möchten wir auf diesem Wege auf einen Spendenaufruf von Kin-Top e.V. aufmerksam machen. Alle Infos zu ihren Hilfsaktivitäten und benötigten Spenden finden Sie auf der vereinseigenen Webseite↗
27.09.2021
Eltern im Gespräch in Wuppertal zum Thema "Schulisches Lernen in Präsenz- und Distanzphasen"
Bei unserem letzten Elterngespräch luden wir Eltern in den Verein Anadolu Wuppertal e.V. ein, um mit ihnen gemeinsam einen Blick auf ihre Erfahrungen mit Homeschooling zu werfen.
Die Zeit der Pandemie hat Schüler und Schülerinnen sehr herausgefordert. Auch Eltern waren mit der Betreuung und Lernbegleitung ihrer Kinder stark gefordert und viele Eltern fühlten sich mit dieser Aufgabe überlastet. Bei unserem letzten Elterngespräch im September luden wir daher Eltern in den Verein Anadolu Wuppertal e.V. ein, um mit ihnen gemeinsam einen Blick auf ihre Erfahrungen mit Homeschooling zu werfen. Ihre fachliche Expertise teilten zudem die Referentinnen Nina Biesemann (Grundschullehrerin) und Stephanie Holberg (Landesinstitut für Schulen NRW/QUA-LiS NRW). Sie beleuchteten die Herausforderungen für Kinder und Eltern beim schulischen Lernen in Präsenz- sowie in Distanzphasen und gaben praktische Tipps, wie Eltern ihr Kind beim Lernen unterstützen können.
10.09.2021
Schule und Digitalisierung. Wie unterstütze ich mein Kind am besten beim Lernen?
21.09.2021 | 17.30 - 20.00h | Wuppertal
Die Zeit der Pandemie hat alle an Schule beteiligten Menschen sehr herausgefordert. Auch Eltern waren mit der Betreuung und Lernbegleitung ihrer Kinder stark gefordert und viele Eltern fühlten sich mit dieser Aufgabe überlastet.
Nina Biesemann und Stephanie Holberg beleuchten in unserem Elterngespräch die Herausforderungen für Kinder und Eltern beim schulischen Lernen in Präsenz- sowie in Distanzphasen und geben praktische Tipps, wie Eltern ihr Kind beim Lernen unterstützen können.
Referentinnen:
Anmeldung: per E-Mail an eva.cynkar@elternnetzwerk-nrw.de | 0211 63 55 32 61
12.05.2021
Vortrag & Diskussion: Hate Speech - Extremismus und Hetze im Internet
Für Eltern und junge Menschen ab 16 Jahren Do, 27.05.2021 | 17.00 - 19:00 Uhr | Online über Zoom | Kostenlos
Hate Speech ist in den letzten Jahren zunehmend in die öffentliche Wahrnehmung gerückt. So treten in Foren, Blogs oder sozialen Netzwerken immer wieder unterschiedliche Formen verletzenden Online-Verhaltens und verbaler Gewalt auf. Laut einer repräsentativen Umfrage (2018) der Landesanstalt für Medien NRW haben sogar 96% der 14- bis 24-Jährigen in Deutschland bereits Hass im Netz erlebt oder gesehen. In der Veranstaltung werden strafrechtliche Aspekte und Auswirkungen von Hate Speech im Internetdargestellt. Zudem werden Handlungsoptionen und hilfreiche Tipps zum Umgang mit Hate Speech für Eltern und Jugendliche vermittelt. In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchten unsere Talkgäste das Thema zudem aus Perspektive der beraterischen Extremismusprävention sowie im Hinblick auf die Erfahrungen von Migrantenselbstorganisationen.
08.01.2021
Projektdokumentation erschienen
Unser Projekt "Elterngespräche" hat im Dezember 2020 seinen Abschluss gefunden.
Unser Projekt "Elterngespräche" hat im Dezember 2020 seinen Abschluss gefunden. Das Projekt bot Müttern und Vätern die Möglichkeit, neue Einblicke in verschiedene bildungs- und erziehungsbezogenen Themen zu erhalten und sich untereinander dazu auszutauschen. Das Projekt wurde in den Jahren 2019 und 2020 im Rahmen der Förderung von Migrantenselbstorganisationen des Landes NRW umgesetzt. Viele Eltern folgten unseren Einladungen und haben spannende Diskussionen aufleben lassen. Das Format des „Gesprächs“ hat sich dabei bewährt: es bot Eltern Raum, eigene Perspektiven und Fragen einzubringen und sich als Expert*innen für ihre Kinder in einen Dialog zu begeben - mit anderen Eltern, aber auch mit Fachreferent*innen aus der Praxis. Einen Einen Einblick in den Projektverlauf und die behandelten Themen gibt nun die neu erschienene Dokumentation. In dieser sind auch unsere vielen Partnervereine zu finden, die uns bei der erfolgreichen Umsetzung des Projekts unterstützt haben.
Viel Freude beim Lesen!
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07.12.2020
Rassistische Diskriminierung hat nichts mit Überempfindlichkeit zu tun!
Nachwort zum Elterngespräch vom 5.12.2020
Am vergangenen Samstag fand unser letztes Elterngespräch in diesem Jahr statt, welches wir in Kooperation mit dem Verband binationaler Familien und Partnerschaften aus Bonn umgesetzt haben. Dieses Mal trafen sich Eltern, um über Rassismuserfahrungen ihrer Kinder, insbesondere im Kontext Schule, zu sprechen. Durch die Veranstaltung führten die Referentinnen Sarah McHugh, Eden Kirchner und Ifeyemi Erdmann, die im Bereich der Antidiskriminierungs- und Antirassismusarbeit tätig sind. Sie vermittelten einen Einblick in zentrale Begriffe und Dynamiken rassistischer Handlungen und leiteten dazu an, Handlungsstrategien für Eltern und Kinder zu erarbeiten.
Im Zentrum der Veranstaltung standen aber die vielen Erfahrungsberichte der rund 20 teilnehmenden Eltern: Ihnen und ihren Kindern begegnen diskriminierende Inhalte in Schulbüchern, in Gedichten, die vor großem Publikum auf Schulfesten vorgetragen werden, im Klassenzimmer, wenn die Mitschüler*innen wieder einmal „nur einen Witz“ gemacht haben, aber auch, wenn es kein Witz war, sondern eine beabsichtigte verletzende Äußerung. Dabei empfinden viele Kinder die Schule als Schutzraum und das sollte sie auch sein, für alle Kinder! Umso größer ist die Bestürzung, wenn man gerade dort rassistische Diskriminierung erfährt. Auch den Eltern geht es da nicht anders, denn nicht selten wird ihre Betroffenheit als Überempfindlichkeit abgetan.
Verbale und nicht-verbale, beabsichtigte und nicht-beabsichtigte rassistische Verletzungen haben nichts mit einer vermeintlichen Überempfindlichkeit der Betroffenen zu tun. Sie tun das, was ihnen wesentlich ist: sie verletzen.
Es ist noch viel zu tun.
23.11.2020
Rückblick: Eltern und Vereinsvertreter*innen diskutieren zum Thema Kinderrechte
Beteiligungsrechte, Schutzrechte, Versorgungsrechte - bei unserem letzten Online-Elterngespräch haben wir gemeinsam mit der Landeskoordination Kinderrechteschulen NRW einen Blick in die UN-Kinderrechtskonvention geworfen und die vielfältigen weltweiten Rechte der Kinder einmal näher betrachtet. Gemeinsam mit unserem Co-Gastgeber inter.aktion e.V. aus Krefeld danken wir allen Teilnehmenden und den Referent*innen für den sehr anregenden Austausch!
21.10.2020
"Meine Kinder erleben Rassismus in der Schule" - Online-Elterngespräch am 05.12
Samstag, 05.12.2020 | 13:00 – 16:00 Uhr | Online-Veranstaltung | Kostenlose Teilnahme
Rassistische Erfahrungen gehören für viele Kinder zum Alltag. Aufgrund ihrer Herkunft, Religion oder Hautfarbe können sie Diskriminierung und Ausgrenzung erfahren. Eltern möchten ihre Kinder dann natürlich instinktiv schützen. Aber wie sie dies am besten tun, ist nicht immer klar. Besonders, wenn Gefühle wie Wut, Empörung oder Traurigkeit sich mischen. Das Elterngespräch bietet Eltern und weiteren Bezugspersonen die Möglichkeit, gemeinsam über die Rassismuserfahrungen von Kindern zu sprechen.
Anmeldung:
per E-Mail an eva.cynkar@elternnetzwerk-nrw.de
Das Elterngespräch wird online mit Zoom umgesetzt. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie einen Zugangslink zu der Veranstaltung. Zur Teilnahme benötigen Sie einen Computer/Laptop/Smartphone mit Kamera- und Mikrofonfunktion.
Elternnetzwerk NRW - Integration miteinander e.V.
Neustraße 16
40213 Düsseldorf